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Sich ent-wickeln heißt auch: Altes gehen lassen … eine kleine Jahresrückschau.
Hätte uns vor zwei Jahren jemand gesagt, dass wir jemals etwas anderes weitergeben würden, als das Original des Making-Love-Retreat von Diana und Michael Richardson – wir hätten uns erstaunt angesehen und den Kopf geschüttelt.
Hätten wir vor zwei Jahren schon gewusst, wohin unsere eigene Entwicklung uns tragen würde, wir wären sprachlos gewesen.
Und hätten wir gewusst, wie aufregend UND inspirierend genau dieser Schritt sein würde, wir wären sehr aufgeregt und auch ein bisschen ängstlich gewesen. Aber wir wussten ja zum Glück von nix.

 

Wie alles anfing: Das Making-Love-Retreat für uns als Paar

Begonnen hat unsere Geschichte mit dem Making-Love-Retreat damit, dass wir als Teilnehmer mit einer ausgewachsenen Paar-Krise zu Diana und Michael Richardson fuhren – und blieben. Diana und Michael wurden zu unseren Lehrern und wir sind viele Jahre mehrfach im Jahr begeistert zu den Retreats gefahren, haben jeden Satz, alle Modelle und alle Inhalte begierig aufgesogen. Wir haben dabei unendlich viel gelernt, waren immer wieder genährt und beglückt von allem, was uns dort ermöglicht wurde.
Ich, Ela, habe mich dieser Arbeit dann auch voll beruflich gewidmet, habe den Film Slow Sex und andere wunderbare Medien produziert, Bücher lektoriert und ich begleitete Diana zusätzlich viele Jahre als Assistentin in ihren Frauen-Seminaren – und darin war ich gut aufgehoben. Es gab keinen Grund, das zu ändern. Eigentlich. Denn noch 2015 gaben wir dazu ein Interview, von Veränderungen war weit und breit nichts zu sehen.

 

Aus Schülern werden Lehrer

Was sich schon länger anbahnte, wurde 2014 Realität: Wir wurden zu lizensierten Lehrern, ausgebildet, anerkannt und gesehen und freuten uns sehr darüber. Auch darauf, genau diese Inhalte weiterzugeben. Wir zweifelten sozusagen an nichts, waren vielmehr beseelt davon, andere Paare an diesem Wissen teilhaben zu lassen, dass unsere Liebe nicht nur gerettet, sondern vertieft hatte. Und wir machten uns keine Gedanken darüber, dass eine Autorisierung, wie alles im Leben, immer zwei Seiten hat: Zum einen ist der Lizenz-Schirm hilfreich und Schutz gebend, keine Frage. Das mochten wir gern annehmen und fühlten uns sicher. Zum anderen hält der gegebene Rahmen aber auch fest, das ist schließlich auch seine Funktion – das Wissen soll möglichst identisch weitergegeben und nicht nach eigenem Gutdünken modifiziert werden. Wir machten uns darüber keine Gedanken und planten unsere ersten Seminare …

 

Das Eigene nicht suchen – und es finden

Und spätestens damit begann ein Prozess, den wir weder erwartet noch angestrebt und schon gar nicht gewünscht hatten: Wir stellten nämlich fest, dass wir an der ein oder anderen Stelle gern etwas anders machen wollten. Und dass uns der Rahmen eigentlich gar nicht (mehr) so zusagte und wir lieber ein kürzeres Retreat anbieten würden. Und dass dieses hier und anderes dort auch verändert werden könnte. Und ehe wir uns versahen, hatten wir dem Ganzen einen ganz eigenen Stempel gegeben, zunächst innerlich und erkannten dann auch das daraus resultierende Dilemma – wir waren autorisiert für genau DAS Making-Love-Retreat und nicht für unsere eigene Arbeit.

 

Den Schritt wagen: Das Eigene in die Welt bringen

Neben einer kürzeren und kompakteren Retreat-Zeit sind uns außerdem drei Themen zentral wichtig, deren Bedeutung für das Retreat uns erst in diesem Zusammenhang bewusst wurde: Alltagstauglichkeit, erwachsene Sexualität und der Hintergrund der Somatischen Körperarbeit SE nach Peter Levine. Alltagstauglichkeit heißt: Für uns ist entspannte Sexualität nicht ein Schmankerl für freie Wochenenden und den Urlaub. Das ist uns zu wenig. Wir wissen, wie es ist Familie, Job und den Alltagswahnsinn zu bewältigen und gleichzeitig zu versuchen, als Paar überhaupt noch vorzukommen und der Liebe immer wieder den Raum zu geben, den sie benötigt. Und wir haben erfahren: Das geht.
Erwachsene Sexualität heißt: Uns geht es konkret um bewusste erwachsene Sexualität, wie sie vor dem  Hintergrund der Bewusstseinsarbeit nach Wilfried Nelles zu verstehen ist. Grundlage ist hier die phänomenologische Haltung als Haltung zum Leben und wie es sich uns zeigt und die unterschiedlichen Bewusstseinsstufen in der Entwicklung eines Menschen von der Zeugung bis zum Tod – wahrgenommen aus der Perspektive und freundlichen Distanz des Erwachsenen Bewusstseins.
Beide Faktoren zusammen vor dem Hintergrund der Arbeit Somatic Experiencing (SE) sind hilfreich bei der Integration entspannter Sexualität in unser Leben. Denn Alltag müssen wir alle bewältigen und ohne erwachsenes Bewusstsein geraten wir in allen Beziehungen immer wieder an Knotenpunkte, die uns das Leben schwermachen.
Bei uns stehen diese Aspekte im Mittelpunkt. Und damit war das Einfach Liebe Retreat schon geboren.

 

Die Wurzeln wertschätzen

Ohne Diana und Michael wären wir andere – das ist keine Frage, vielleicht kein Paar mehr. Durch die Making-Love-Retreats sind wir gereift und zu denen geworden, die wir sind. Auch zu denen, die nun ihr eigenes Einfach Liebe Retreat mit ausgebuchten Kursen anbieten.
Unsere Grundlage ist das Modell von bewusster und entspannter Sexualität, das wir bei Diana Richardson kennenlernten. Unser eigenes ist die Kombination dieser Basis mit uns wesentlichen Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung, der somatischen Körperarbeit und der Alltagstauglichkeit.
Wir sind jeden Tag dankbar dafür, diese Arbeit so viele Jahre gut begleitet gemacht zu haben. Und wir sind auch dankbar, dass die beiden uns entlassen konnten und wir nun unsere eigene Facette zum Thema Entspannte Sexualität in die Welt bringen.

 

Einfach Liebe Retreat: Einfach was wir wollen

Nach mehr als 10jähriger Übungs, -Entwicklungs- und Lehrzeit sind wir genau an dem Punkt, uns einen eigenen Rahmen zugeben: Unser Retreat ist zeitlich kompakter und damit für viele auch leichter integrierbar, praxisorientiert im Sinne alltagstauglicher Übungen, die jedes Paar einbauen kann – und die funktionieren.
Wir haben einiges an spirituellem Hintergrund und Überbau weggelassen, das uns nicht wesentlich für das Verständnis schien und einiges an Praxis und Didaktik dazu genommen, das uns wichtig ist.
Wir sind glücklich damit – und unsere Teilnehmer zum Glück auch – die Seminarorte sind ebenfalls andere geworden, wir bieten das Einfach Liebe Retreat jetzt auch im Norden an – das MARAH in Rahden ist ebenso dazu gekommen wie das SAMPURNA bei Wiesbaden. Beide Häuser haben uns mit offenen Armen empfangen und eignen sich neben dem ZIST hervorragend für unsere Arbeit.

Gehst du mit? Einen neuen Weg zu entspannter, erwachsener und erfüllter Sexualität? Wir freuen uns darauf.