Darum geht es in dieser Episode

  • Warum es nach dem Sex oft zum Streit kommt
  • Warum wir nie die Art und Weise des Sex damit in Verbindung bringen, wenn wir uns streiten
  • Was du tun kannst, um nicht im „fuck and fight“ hängen zu bleiben
Kennst du das häufige Phänomen bei Paaren, dass nach dem Sex Streit oder Zank in der Luft liegt? 

Diese Folge ist entstanden auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Nämlich durch einen Song, den uns unsere Tochter gezeigt hatte. Es ist „Vermissen“ von Juju zusammen mit Henning May (der Sänger von AnnenMayKantereit).

Wie wir von diesem Song auf das „fuck and fight“-Syndrom kommen und was es im Detail ist…lass dich einfach überraschen.

 

Direkt hier anhören

In einer der letzten Podcast-Folgen haben wir über Emotionen und Gefühle gesprochen. Dabei ging es um die alten Erfahrungen, die wir gemacht haben und die dann in einem neuen Kontext oder einer neuen Situation als Verhalten abgefeuert werden. 

Manchmal sind es positive Erfahrungen, manchmal aber eben auch Erfahrungen mit negativen Konsequenzen. 

Wichtig ist, dass die negativen alten Erfahrungen oftmals dann angetriggert werden, wenn wir emotionale aufgeladen sind und/oder Stress haben. 

Soweit, so klar. Aber was hat das jetzt mit Sex zu tun?! Du hast super tollen und aufregenden Sex und der soll dafür sorgen, dass es Streit gibt?! 

Was?!

Genau! 

Der Orgasmus sorgt auf einer oberflächlichen Ebene dafür, dass der im Sex aufgebaute Druck entladen wird. In der Tiefe bleibt aber durch die Hormonausschüttung der Stress im System und dieser taucht dann gerne in anderen Momenten wieder auf. 

Unter anderem auch durch Streit zwischen zwei Liebenden kurze Zeit nach dem Sex. Das führt nicht selten dazu, dass die gesamte Beziehung in Frage gestellt wird, inkl. Zweifel, ob es überhaupt noch Liebe gibt.

Verbreitet ist da das Konzept des Versöhnungssex. Die Spannung aus dem Streit wird genutzt, um wieder heißen und orgasmusreichen Sex zu haben. Allerdings wird so der Stress wieder nur auf der oberen Ebene abgebaut. Im tieferen System bleibt die Überreizung bestehen und nimmt sogar zu. 

Du erkennst den Teufelskreis?

Um die Stresslage zu erkennen, macht es Sinn, dich in der Zeit nach dem Sex zu beobachten. Wie geht es dir eine, zwei oder fünf Stunden danach? Bist du entspannt? Fühlst du dich unruhig und aufgeladen? Streitest du mit deinem Partner? Kippt die Stimmung wieder schnell? Möchtest du Nähe oder lieber Distanz?

Wenn dem so ist, dann gibt es zwei Möglichkeiten! 

  • Einmal den Tipp, Sex nie im Spannungsmodus zu haben, sondern entspannt und relaxt! Und wenn wir auch den Alltagsstress nicht regulieren können…im Sex geht das schon. Denn den haben wir selber in der Hand – unmittelbar! 
  • Wenn du merkst, dass du gereizt bist und Stress hast, dann kannst du dafür sorgen, dass du ihn woanders lässt. Beispielsweise beim Sport oder einer zügigen Runde um den Block. Körperliche Aktivität hilft, das Stresslevel im Körper zu regulieren und somit das Miteinander zu harmonisieren. 

Verstehe uns bitte nicht falsch: Ein Orgasmus ist nicht der einzige Stressor in unserem Leben. Die schnelllebige Welt allein sorgt schon dafür, dass eine gewisse Grundanspannung in unseren Körpern ist. 

Die schönste Nebensache der Welt darf aus unserer Sicht als Gegenpart dafür sorgen, dass wir entspannt bleiben und mit unserem Partner ein harmonisches Miteinander erleben. 

Dabei wünschen wir dir viel Spaß! 

Abonniere den Podcast direkt und verpasse keine Folge. Folgende Kanäle sind möglich: