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Glück fällt nicht vom Himmel, Glück ist machbar – das sagen und schreiben wir immer wieder. Gerade jetzt, in Corona-Zeiten, stellen wir fest: Es stimmt. Wir erfahren täglich, wie hilfreich es ist, in herausfordernden Zeiten auf gute Gewohnheiten und unsere Einfach-Liebe-Formel vertrauen zu können.

Gewohnheit: Man muss sich an etwas (Neues) gewöhnen – und das heißt, etwas immer wieder zu tun, damit eine gute (auf keinen Fall langweilige) Gewöhnung eintreten kann. Darin liegt Fluch und Segen – Segen, weil du jederzeit anfangen kannst, eine neue gute Gewohnheit zu etablieren oder eine wieder aufzunehmen, die dir schon hilfreich in deinem Repertoire zur Verfügung steht.

Aber Achtung: Gute Gewohnheiten haben die Eigenschaft, sich von denen, die nicht ganz so gut sind, zur Seite schubsen zu lassen … Unser Rezept dafür: Dranbleiben.

Der Fluch beim Einrichten neuer Gewohnheiten liegt in der eigenen Verantwortung … oder sagen wir mal Integrität: niemand anders kann für dich gute Routinen etablieren. Es liegt an dir – damit hast du es in der Hand, freundlich und gewillt hinzugucken, was dir hilft und was nicht.
Findest du, das Wort Routine klingt langweilig? Gute Nachricht: Ist es nicht, weil Routine sich bei uns nicht darauf bezieht, immer das Gleiche zu erleben. Als Beispiel beim Sex routinemäßig immer alles gleich ablaufen zu lassen, wäre eine langweilige Rotuine (das wäre ja genau das Gegenteil von dem, was wir meinen und leben). Nein, Routine bezieht sich hier auf einen regelmäßigen Rhythmus für die Liebe.

Konkret heißt das: Regelmäßige Zeiten für Gespräche und für die Liebe einzurichten – als gute Gewohnheit. Verbindlich sein, der Liebe regelmäßig Raum geben. Dann entstehen ungeahnte Möglichkeiten und die haben mit einem „Kenn‘ ich alles schon“-Automatismus nichts zu tun …

Die Einfach-Liebe-Formel: 1+2 = Liebe

1 = ein Mal pro Woche = das Einfach-Liebe-Gespräch.
Verabredet euch jede Woche zu einer ungestörten halben Stunde (oder Stunde). Das Gute daran ist: Es gibt nichts zu tun, außer, sich auch wirklich zu treffen. Jeder hat 15 (oder 25) Minuten Zeit, dem anderen (und sich selbst) zu erzählen, was gerade Sache ist. Ohne sich anzustrengen, ohne Agenda, ohne es „bringen“ zu müssen. Auch ohne den Anspruch, Lösungen zu finden. Wer von euch gerade spricht, tut dies ins Blaue – der andere hört mit offenen Ohren und offenem Herzen einfach zu, folgt dem Faden des Erzählers, ohne irgendetwas davon auf sich selbst zu beziehen (manchmal nicht so einfach ;-). Es braucht keine Antworten, keine Lösungen, keine Kommentare, keine Interpretationen: Einfach nur hören bzw. einfach nur mitteilen. Ihr müsst keine Performance bringen, weder beim Zuhören noch beim Mitteilen – da sein und präsent sein genügt.

2 = zwei Mal pro Woche = Liebe machen.
Ein super Commitment und entspannt von Vornherein, weil es keinen Stress gibt zum Thema: Wann wollen wir denn mal wieder …? Die Unsicherheit, dass Sex nicht stattfindet, sich nicht spontan entwickelt (und dann wieder mal nicht stattfindet), sorgt oft unterschwellig für Stress.

Es übernimmt ganz schnell das Gefühl der Enttäuschung das Kommando und du denkst:
„Ja, super, schon wieder nicht“
„Nie hat sie Zeit“
„Nie kriegt er mal den Kopf frei“
Daraus entsteht schnell ==> Wie wichtig bin ich eigentlich / ist unsere Beziehung nichts mehr wert?

Bei Verabredungen, auf die man sich verlassen kann (oder frau) ist dieser Stressfaktor komplett ausgebremst: Ihr wisst, das ihr verabredet seid und darauf ist Verlass. Ihr habt genug Zeit und ihr wisst, was ihr für diese Zeit vorhabt: Liebemachen (nicht Tatort gucken). Eure Liebe kommt auf Platz 1 eurer Prioritätenliste und rangiert nicht unter „ferner liefen“ – und das fühlt sich gut an.

Ja, manchmal hat man gerade kurz vorher doch keine Lust, das ist schon wahr. Aber: Macht nix, trefft euch trotzdem, gebt dem Liebemachen Raum. Fangt einfach an. Einatmen, ausatmen, sich in die Augen schauen … lachen, kichern, unsicher sein, zärtlich, innig, holzig, wohlig … ihr seid zusammen und weder höher, schneller, heißer bestimmen das Programm, noch gibts ein Ziel oder eine bestimmte Performance abzuliefern – hach, wie erleichternd.

Biochemisch gesehen sorgt Entspannter Sex für gute Gefühle und Bindungsambitionen, hormonell und neuronal – ihr tut also auf rein körperlicher Ebene was für eure Beziehung, abgesehen davon, dass ihr Körper, Herz und Seele nährt. Das führt zu weniger Stress und zu einem stärkerem Zugehörigkeitsgefühl – das Gefühl von Getrenntsein, sich allein fühlen (gerade jetzt in unsicheren Zeiten) wird geringer, ihr streitet weniger und könnt eure Liebe besser spüren – wenn das mal kein Grund ist, sich zu verabreden.

Angewandte Liebes-Formeln

Je nachdem, wie es gerade in eurer Beziehung aussieht, bewährt sich ein unterschiedlicher Umgang mit unserer Formel:

Alles Liebe, alles gut: 1+2 = Liebe
Wenn ihr „nur“ die Verabredungen einhalten müsst, eure Liebe für beide in einem guten Flow halten wollt, seid ihr mit dieser Frequenz auf dem richtigen Weg.

Liebe mittel-hoch-tief: 2+1 = Liebe
Wenn kleine Alltags-Streitereien und regelmäßige Missverständnisse die Regel sind, verbunden mit Sex, der schöner sein könnte oder immer seltener stattfindet, empfehlen wir die angepasste Formel: Wir müssen (mehr) reden …

Meist steht nicht unendlich viel Zeit zur Verfügung, also möchten die Slots gut genutzt sein. Wenn ihr also nicht so ganz zufrieden seid mit eurer Beziehung, und/oder eurer Art, Liebe zu machen, empfehlen wir die doppelte Dosis an Gespräch – so kommt ihr euch ganz entspannt näher, hört, womit der andere beschäftigt ist … es entsteht mehr Intimität und Innigkeit und die nehmt ihr mit ins nächste Liebe-Machen – ihr werdet sehen: da verändert sich was.

Und sobald ihr euch wieder gut mit und in euch fühlt: Geht zurück auf 1+2 = Liebe 😊.

Liebe krisös: 3+0 = Liebe
Wenn die Liebe wackelt, ist es meist keine gute Idee, mit Sex zu versuchen, alles wieder zu kitten. Das mag mal gehen, aber insgesamt verschärft es die Krise meist, weil sich im Sex vieles zeigt, was nicht rund läuft. Also heißt das: Wir müssen reden. Macht es euch gemütlich, nehmt euch Zeit, zu hören und zu sprechen, seid echt und nahbar – genießt das zunehmende Vertrauen.
Sobald ihr wieder mehr Nähe und Vertrauen spüren könnt, ist der Schritt zu 2+1 = Liebe natürlich sehr sehr hilfreich, denn entspannter Sex verbindet euch auf Herz- und Körperebene und das ist Balsam für die Liebe.

Fette Liebeskrise

Wenn ihr das alles gar nicht mehr denkbar ist, ist es gut, sich eine Paarbegleitung zur Unterstützung zu suchen – ob Beratung, Therapie oder Coaching: Tiefe Liebeskrisen können heilen, wenn sie gut moderiert werden.

Also, entscheidet, welche Formel zu euch passt und dann gehts los:
Planen, Leben, Lieben.