Darum geht es in dieser Episode

  • Wie das mit dem entspannten Sex genau funktioniert (ganz praktisch und inkl. Stellungsempfehlung)
  • Welche Herausforderungen dir beim Start mit Sicherheit begegnen werden und wie du damit umgehen kannst
  • Was es braucht, um ein gutes Ende zu finden (SPOILERALARM: Es muss nicht unbedingt der Orgasmus sein…)

Wir haben ja jetzt schon einige Episoden lang über die Entspannung im Sex gesprochen und dir zudem einige neurophysiologische Dinge aufgezeigt, die belegen, dass der aufregende Sex, den wir alle kennen, auf Dauer eher Frust als Liebe bringt.

Die Frage, die jetzt ist Raum steht, ist folgender: Wie fange ich jetzt an? Was sind die ersten Schritte und Methoden, die ich konkret brauche?

Meine Damen und Herren, hier ist die Gebrauchsanweisung für den entspannten Sex.

Die Frage, die uns in diesem Zusammenhang am häufigsten gefragt wird: “In welcher Stellung können wir denn entspannt starten?”

Die Frage ist natürlich berechtigt. Es geht immerhin darum, den Druck, den Stress und die Anspannung rauszunehmen, die wir mit “regulärem Sex” assoziieren.

Die Stellung, die wir dabei empfehlen, ist die so genannte Scherenstellung. Darin sind deine und auch die Beine deines Partners wie zwei Scheren ineinander verschränkt.

Der Vorteil ist, dass diese Stellung kein Kraftakt ist. Ihr zwei liegt bequem auf dem Bett, könnt den Körper so richtig gut entspannen und aus dem normalen “Machen und Tun” aussteigen. Der Clou ist, dass ihr in dieser Stellung den Penis in die Vagina bringt und dann: bleibt er dort ohne großes Rein und Raus.

Und dann? Naja, erstmal nichts tun.

Im Sex nichts zu tun ist super, super ungewohnt. Das mag irritieren. Kopf und Körper wollen dann erstmal “mehr Gas” geben, weil durch das “Nichtstun” erst einmal nicht so viel spürbar ist –  dein feiner Spürsinn noch nicht so gut aufgestellt.

Das allerdings kannst du aber lernen.

Du brauchst nur etwas Geduld.

Aber es lohnt sich.

Vermutlich wirst du das jetzt genau so abnicken, wie es unsere Teilnehmer im Retreat tun. Aber spätestens im Bett tauchen erste Fragezeichen über den Köpfen auf, denn alles fühlt sich unbekannt an – und fragwürdig. Ist das Sex?

Der erste Schritt ist, bewusst wahrzunehmen, was du auf der Ebene vom feinen Spüren findest.

Wie fühlt sich der Penis an? Ein Kribbeln? Ein Pulsieren?

Für die Frauen gilt ähnliches. Gibt es irgendwo eine Wärme, kribbeln, prickeln in der Vagina? Wo ist was zu spüren?

All das teilt ihr euch mit und seid gemeinsam auf Entdeckungstour. Es ist ähnlich wie ein Besuch in deiner Heimatstadt. Auch dort wirst du beim Spazieren gehen Dinge sehen, die du vorher noch nie wahrgenommen hast.

Egal wie viele Jahre du schon in deinem Körper verbracht hast…es gibt immer neues zu entdecken.

Wichtig ist dabei, dass du nicht innerhalb weniger Minuten schon ein Fazit ziehst. Es kann nach all den Jahren nicht auf einmal komplett anders UND besser sein. Das braucht halt doch ein wenig Übung.

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