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Moment … ist eine Vision nicht etwas, was in der Zukunft liegt? Wo ich hinwill, aber noch nicht bin? Ja, genau das meinen wir – Liebe braucht Visionen, auch wenn sich das erstmal komisch anhört. 

Eigentlich ist immer der richtige Zeitpunkt da, auf gemeinsame Visionssuche zu gehen:

Wenn ihr als Paar zusammen seid, weil ihr euch liebt und alles auch gut läuft – passt.
Wenn ihr gerade im Krisenmodus seid – passt
Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr ab und zu nicht mehr so ganz in derselben Spur lauft– der Zeitpunkt für die Vision passt.

In unserem Blogartikel Teamplay haben wir dazu die Analogie der Spielidee beim Fußball benutzt – wer gewinnen will, braucht als Team ein gemeinsames Ziel, einen Inhalt, mit dem er sich wirklich verbinden kann. Auch wenn Fußball und Liebe scheinbar weit auseinander liegen (finde ich, Volkerübrigens nicht, denn meine Lieblingsthemen sind Fußball und Liebe ;-)) – lohnt sich der Blick aufs Teamplay. Versucht doch einfach mal in diesem Blogartikel euch als eine Art Mini-Team zu sehen mit dem Ziel, eurer Liebe eine gemeinsame Vision zu geben.

Eure Paar-Vision in drei Schritten

Schritt 1 – Eigenschau

Bevor ihr das gemeinsam angeht, ist es hilfreich, wenn sich beide erstmal ganz für sich allein damit beschäftigen, was sie sich eigentlich für eine Beziehung wünschen. Vorsicht Falle: Es geht nicht darum, was ich mir vom anderen wünsche, was der endlich mal tun oder lassen soll – diese Sackgasse ist leicht genommen, aber ein Liebes-Stopper. Es geht in diesem ersten Schritt nur um dich, nur darum, dir zu überlegen, wie für dich eine ideale Liebesbeziehung aussieht:

Welche Werte, welche Inhalte verbindest du damit?
Gibt es Vorbilder, also Liebespaare, denen du begegnet bist und die dich positiv inspiriert haben?
Was genau hat dir da so gut gefallen?

Aussichten finden
Bestimmt sind dir schon mal Paare begegnet, die eine Liebesausstrahlung hatten, die dir gefallen hat – damit sind nicht unbedingt die gemeint, die den ganzen Abend Händchen halten; aber: Feel free. Schreib am besten alles auf, was dir gefallen würde: Nähe, Vertrautheit, Intimität, Interesse aneinander, gut mit Konflikten umgehen, etwas entdecken, gemeinsames Tun, liebevoller Sex, Zärtlichkeit, Werte wie Großzügigkeit, Toleranz usw. – und bitte nicht vergessen: es geht nicht darum, was der andere haben oder tun soll, sondern darum, was ihr gemeinsam entwickeln, leben und lernen wollt – das ist ein ziemlich wichtiger Unterschied …

Tipp: Besorge dir Moderationskarten und schreibe auf jede Karte ein Ziel, eine Vision, die dir wichtig ist – denke groß, schreib, was dir einfällt.

Schritt 2 – Austausch

Verabredet euch zum Paargespräch (ja, verabreden und fest in den Kalender eintragen, die Zeit kommt nicht von alleine … und wird meist nicht von alleine freigehalten …) und ihr stellt euch gegenseitig vor, was euch wichtig ist. Bitte dran denken: es geht weder um einen Forderungskatalog noch um eine Pizza-Bestellung, sondern um die eigenen Gedanken, Gefühle und Assoziationen für eure Liebesvision. Ihr hört euch zu, betrachtet die geschrieben Karten, bekommt einen Eindruck.

Tipp: Hört nur zu, wenn der/die Partner*in die Vision vorstellt – nehmt euch Zeit für Verständnisfragen und Pausen, aber diskutiert nicht.

Erst wenn beide ihre Vision vorgestellt haben, geht es darum, eine Zusammenschau zu machen.

Beschreiben was euch wichtig ist
Wenn ihr Karten geschrieben habt, könnt ihr die jetzt sortieren. Wenn ihr nur gesprochen habt, nehmt ein großes Blatt und bringt so eure beiden Visionen zusammen. Wo seid ihr komplett in der Übereinstimmung, wo gibt es unterschiedliche Ideen? Wie können die integriert werden?

Versucht, so konkret wie möglich gemeinsam zu beschreiben, was euch wichtig ist – nehmen wir den Sex als Beispiel: es ist tatsächlich noch keine gemeinsame Vision zu sagen, dass ihr euch guten Sex wünscht und mal wieder öfter zusammen ins Bett gehen wollt. Das ist eher eine Absichtserklärung – der Inhalt ist nicht fassbar. Wenn ihr nicht klarhabt, was denn „guter Sex“ für euch ist – wenn ihr nicht sehr offen und genau darüber sprecht, was euch dabei wichtig ist, kann das eher schiefgehen. Und nein, in der Visionssuche geht es nicht um aufregende Stellungen oder die Frage, wie oft ihr am liebsten zum Orgasmus kommen wollt. Es geht nicht um Details, eher um das große Ganze, um Werte, um Tiefe, um Glück …

Besser wäre also, erstmal in diese Richtung zu formulieren, etwa so: 
Wir wollen entspannteren Sex, weil wir uns einig sind, dass uns der Leistungsdruck im Bett nicht gefällt.

Oder: Wir wollen entspannteren Sex, weil wir unsere Liebe noch tiefer spüren wollen und sie wachsen lassen möchten – (ihr seht, wir gehen davon aus, dass ihr schon ein bisschen vorgebildet seid und wisst, dass es Entspannten Sex gibt und das er mehr Liebe und Nähe in die Partnerschaft bringt …)

Wo wollt ihr hin?
Ihr findet euer Bild und könnt euch konkret darüber austauschen, was euch wichtig ist, wo ihr hinwollt, was ihr euch nährend vorstellt und damit eine konkrete Vision entfalten. Auch hier sind Details noch nicht so wichtig (keine Sorge, die kommen noch) – eher der Austausch darüber, was ihr fühlen und erleben möchtet, wohin eure Liebessehnsucht geht, was ihr teilen und gemeinsam liebevoll erleben wollt.

Tipp: Legt eure Moderationskarten so zusammen, dass ihr sehen könnt, wo ihr übereinstimmt – ergänzt einzelne Themen gemeinsam, schreibt Erläuterungen und Details dazu – so seht ihr, was zu eurer ganz persönlichen Liebesvision gehört.

Karten, in denen ihr nicht übereinstimmt, spielen eine ganz wichtige Rolle – legt sie zunächst zur Seite … sie helfen euch, eure Hindernisse zu analysieren. Wie das dann geht, findet ihr im Blogartikel Strategien für die Liebe.

Schritt 3 – Abschluss

Formuliert jetzt eure Liebes-Vision. Und zwar so, dass sich jedes Wort darin durch und durch richtig anfühlt. Nehmt euch Zeit. Lasst ruhig einige Tage Zwischenraum, schaut sie wieder an, eure Vision – feilt an ihr so lange, bis ihr euch wirklich darin zuhause fühlt. (Achtung, für den zweiten oder dritten Durchlauf auch wieder eine feste Verabredung treffen).

Schafft euch mit eurer Vision die Basis, die wohlige Grundlage eurer Liebe, eurer Partnerschaft.

Diese Basis hilft euch nicht nur, wenn in rauen Zeiten Zweifel an der Liebe kommen, sondern sie unterstützt euch auch, im ganz normal-verrückten Alltag, eure Liebe an die erste Stelle zu setzen …

Tipp: Schreibt die Vision für eure Liebe auf ein wunderschönes Blatt Papier und rahmt es ein, notiert sie in euer Tagebuch, klebt sie auf feinem Papier in euren Kalender, macht ein Foto vom schönsten Satz und platziert es auf eurem Handy als Hintergrundbild. Platziert eure Vision an Stellen, wo immer wieder euer Blick hinfällt und erinnerst euch so einfach Tag an das, was für euch wirklich wichtig ist.

P.S.: Wie ihr Strategien findet, eure Vision in euer Leben zu bringen, beschreiben wir in Strategien für die Liebe … finden.