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Es ist doch ganz schön merkwürdig, dass wir unseren Kopf, der so klein auf unserem Körper thront, für das Wichtigste halten und oft gar nicht mitkriegen, was der Rest unseres Körper eigentlich zu erzählen hat, oder?

Eher denken wir stundenlang über etwas nach, als uns Zeit zu nehmen, unsere Körpersignale wahrzunehmen.

Wir sind sofort bereit, unserem Gedanken-Karussell zu folgen, einer Idee nach der nächsten nachzurennen oder unseren Ängsten Glauben zu schenken. Aber mal auf das ungute Gefühl in der Magengegend zu hören, dass uns schon länger begleitet? Nö.

Im Sex heißt das zum Beispiel: Die Story vom Mega-Orgasmus ist wichtiger und hat mehr Energie und Fokus als das unscheinbare Gefühl »Hmmm, ich könnte mich doch etwas wohler fühlen«.

Wichtiger als das »keine Lust auf Sex« oder vielleicht »nie genug kriegen können«.

Wichtiger als Schmerzen beim Sex, nach dem Sex oder sich immer ein bisschen strapaziert und angestrengt zu fühlen.

Körper lügen nicht

Während der Körper im Sex eher Mittel zum Zweck als Hauptakteur ist, übernimmt unser Denken das Kommando. Der Kopf sagt, worauf es im Sex ankommt und wie wir uns zu fühlen haben.

Aber wie verrückt ist das denn eigentlich?

Unser Körper lügt nicht und ist nicht bestechlich – was wir von unseren Gedanken nicht so unbedingt sagen können, oder?

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Unser Körper ist das perfekte Navigationssystem. Wir können uns auf ihn immer verlassen. Auch wenn sich alles drumherum verändert, er sendet uns verlässliche Signale …

Es gibt viele Empfindungen, die uns der Körper senden kann: Sich wohlfühlen, sich behaglich, leicht, warm, weit, saftig, seidig, fein prickelnd fühlen… egal in welchem Bereich. Oder Schwere spüren, Schmerzen, Spannung, Enge, Druck, Ziehen, Pieksen … atemlos sein, wackelig, zusammengeschnürt, Übelkeit bemerken … all diese Wahrnehmungen zeigen uns eine Realität: Wohlbefinden oder Unwohlsein.

Unser Körper ist genial, er möchte uns immer in Richtung Wohlbefinden schicken.

Hör auf dein Bauchgefühl

Das Problem ist aber gar nicht unser Körper mit seinem unterschiedlichen Empfinden, sondern unsere Taubheit für ihn. Statt hinzuhören, ignorieren wir ihn, tun Körpersignale ab, bauen Gedankenmauern drumherum, halten durch oder irgendwie aus.

Der Kopf macht zu den Körpersignalen Meldung und lässt dich denken:

  • »Ach, was ist denn jetzt schon wieder los, immer diese Spannungen im Nacken…«
  • »Komisch, der Druck in meinem Magen…das kann ich jetzt grad gar nicht gebrauchen«
  • »Blödes Ziehen in den Leisten… kann das nicht mal aufhören?«
  • »Also müde und schwer steht jetzt nicht auf meinem Plan…«

Oft tun wir noch so, als würde uns der Körper ärgern wollen. Nicht mitspielen wollen. Als wäre er unberechenbar mit seinen Wehwehchen. Als würde er wie eine Diva Launen haben und mit uns machen, was er will. Dabei geht ohne unseren Körper gar nichts. Er trägt uns nicht nur durch jeden einzelnen Tag, sondern begleitet uns durch unser Leben. Er ist unser bester Freund und treuester Begleiter.

Was wäre, wenn …

…du dich entschließt, deinen Körper als besten Freund ernst zu nehmen?

Ihn wahrzunehmen und ihm zu folgen?

Ihm zu folgen, wenn er sich warm, weich und wohlig entspannt anfühlt? Und ganz genauso gut hinzuschauen, wenn er sich nicht so toll anfühlt?

Signalisiert er Unangenehmes, lautet die Botschaft:

Hier stimmt was nicht, bitte Richtung wechseln und anpassen.

So kann Unwohlsein beim Sex als wichtiges Signal gesehen werden, dem du weiter nachgehen kannst. Mehr noch gilt für stärkere Signale deines Körpers: Schmerzen im Sex oder nach dem Sex (in Vagina, Leisten oder Penis), wiederkehrende Blasenentzündungen, Pilzerkrankungen, Krämpfe, Erektionsstörungen, keine Lust auf Sex und, und, und…

Diesen Zeichen solltest du unbedingt nachgehen!

Bemerkst du solche Phänomene ist dein Körper weder verkehrt, noch will er dich ärgern. Er spricht ganz einfach mit dir. Lausche in ihn hinein und schenk ihm dein Vertrauen.

Alle Signale deines Körpers sind spürbar da – sie sind wahr, nicht erfunden oder ausgedacht, sondern existieren ganz real.

Bevor wir jetzt aber hier im Schmerz versinken und darin, nur die negativen Empfindungen und Signale in den Fokus zu stellen: Das Ganze Prinzip gilt natürlich auch für alle schönen, zufriedenen, kribbeligen, satten und weichen Empfindungen deines Körpers.

Signalisiert dir dein Körper Angenehmes, lautet die Botschaft: Hier stimmt die Richtung … hier geht‘s lang, folge dem, was sich entspannt und wohl anfühlt!

Das klingt doch alles recht logisch, oder?
Nur, wie geht das jetzt konkret? Wie »funktioniert« dein Körper als Navigationssystem?
Wie kannst du lernen, auf die Signale deines Körpers zu hören?

Dafür  schauen wir uns jetzt vier konkrete Schritte an.

Vier Schritte zu mehr Körpergefühl – vier Schritte zu schönem Sex

Du weißt nun, dass der Körper dein wichtigster Ratgeber und ein ultimatives Navigationssystem ist. Lernst du, ihn zu hören und auf ihn zu hören, schaffst du die beste Basis, Sexualität mit Liebe, herzerfüllend, lebendig und nah zu erfahren.

Schritt 1: Realize!


Dein Körper hat unbestechliches Navigationspotenzial. Mach dir immer wieder klar und realisiere, dass dich genau dieses Navigationspotential IMMER in Richtung Wohlbefinden lenken will  –  allein das Wissen darüber ist von unschätzbarem Wert und der erste und wichtigste Schritt zu mehr Freude in der Liebe, im Sex und im Leben.

Schritt 2: Listen!


Wann immer du daran denkst: Hör einfach mal hin. Den Atem wahrzunehmen ist ein guter erster Schritt. Bemerke, wie dein Brustkorb sich hebt und senkt, wie der Atem durch die Nase strömt … Beginne, einen feinen Spürsinn für deinen Körpers zu entwickeln und folge wann immer es geht, der Entspannung. Wie fühlen sich deine Arme an, die Beine, der Körper insgesamt? Es ist nicht immer einfach, das Spüren in Worte zu fassen – aber du kannst es Schritt für Schritt lernen … als Unterstützung findest du unser kleines »ABC vom Spüren« als PDF.

Schritt 3: Trust!


Dein Körper kann weder lügen noch Geschichten erzählen – Schmerzen sagen immer: Stopp! und Wohlgefühl sagt immer: Mehr davon! Bleib einfach dran an deiner Wahrnehmung. Höre deinen Körper mehr und mehr und lerne, ihm als ultimativen Ratgeber zu vertrauen.

Schritt 4: Follow!


Auf deinen Körper zu hören ist eine Entscheidung – immer wieder. Nutze seine Signale, um zu erfahren, was verändert werden muss und folge seinen Aufforderungen. Für schönen Sex heißt das: Sprich mit deinem Lieblingsmenschen über alles was du wahrnimmst – erfahre und kommuniziere in beide Richtungen: was tut dem Körper gut und was nicht.

Bleibst du dran an diesen vier Schritten, lernst du das klügste und beste Navigationssystem der Welt kennen: das deines Körpers.

Dein Körper ist dein ultimativer »Guide« auf der Reise zu mehr Zufriedenheit, Entspannung und Entschleunigung im Sex und so zu mehr Innigkeit, Nähe und Liebe in eurer Beziehung – und das auf Dauer!

Gute Aussichten, oder?

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